Demonstration in Kiel

8Okt. 2026
Verschiedenes

9:00-13:00
Unter dem Motto
Demokratie sichern – Zusammenhalt stärken

9:00h Treffpunkt am Forum Sozial e.V.

9:30h Ankommen Rathausplatz

Liebe Kolleg*innen,

liebe Mitglieder,

angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen auf Bundesebene, der Wahlerfolge eines durch den Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Landesverbandes in Sachsen-Anhalt sowie eines zunehmend restriktiven Diskurses über die Zukunft unseres Sozialstaates ist es wichtiger denn je, gemeinsam sichtbar zu werden.

Die aktuellen Debatten betreffen alle Handlungsfelder Sozialer Arbeit: die Kinder- und Jugendhilfe ebenso wie die Eingliederungshilfe, Pflege, Beratung, Migration, Bildung und weitere Bereiche der sozialen Infrastruktur. Zugleich erleben wir auch in Schleswig-Holstein einen wachsenden Druck, Kosten zu dämpfen und Leistungen über engere Steuerungs-, Controlling- und Finanzierungslogiken zu begrenzen. Diese Entwicklungen gefährden Handlungsspielräume, Fachlichkeit und letztlich die Unterstützung von Menschen, die auf verlässliche soziale Angebote angewiesen sind.

Als Dachverband der Sozialen Arbeit und Bildung tragen wir deshalb den Demonstrationsaufruf der Wohlfahrtsverbände in Schleswig-Holstein als Erstunterzeichnende mit. Gemeinsam setzen wir ein klares Zeichen: Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Menschen, die Unterstützung benötigen, und der Beschäftigten in der Sozialen Arbeit sind nicht hinnehmbar.

Unser Leitbild verpflichtet uns dazu:

„Sozialarbeit ist nicht nur auf den einzelnen Menschen ausgerichtet, sondern immer auch auf das Ganze. Aus der Verpflichtung dem Einzelnen gegenüber ergibt sich unweigerlich auch die Verpflichtung dem Ganzen gegenüber. Das Ganze ist so zu gestalten, dass der Einzelne keinen Schaden nimmt.“

Diese Verpflichtung gilt gerade jetzt. Soziale Arbeit darf nicht auf Kostensteuerung reduziert werden. Sie schafft Teilhabe, schützt Menschenrechte, stärkt Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dafür braucht sie auskömmliche und verlässliche Finanzierung, fachliche Gestaltungsspielräume sowie Vertrauen in die Arbeit der Träger und Beschäftigten.

Wir rufen unsere Mitglieder, Mitarbeitenden, Unterstützer*innen und Kooperationspartner*innen auf, sich an der Demonstration zu beteiligen.

Soziale Arbeit muss sichtbar sein. Gemeinsam stehen wir für einen Sozialstaat mit Rückgrat, für Demokratie und für eine Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird.